Kurze Geschichte des Marburger Forums



    Die erste Sitzung der Friedensinitiative Marburger Forum fand am 18. März 1981 statt. Das Marburger Forum verstand sich bei aller Parteilichkeit nicht als Partei, sondern als, die auf der Basis ihres Bündnischarakters Partei ergreift für die Sache des Friedens und der Gerechtigkeit. Das Marburger Forum versuchte nicht ohne Erfolg, gemeinsam mit Einzelpersonen, Initiativen und Organisationen die Friedensarbeit auf eine breite und öffentlichkeitswirksame Basis zu stellen.

    Die Arbeit des folgenden Jahrzehnts stand im Zeichen des NATO-Beschlusses aus dem Jahre 1979, eine neue Runde des Wettrüstens mit der Stationierung von Pershing II und Cruise Missile einzuleiten, um dem "sowjetischen Huhn den Kopf abzuschlagen" und des Krefelder Appells vom (1988-1991) November 1980. In der Folgezeit entwickelte sich das Marburger Forum als breites Friedensbündnis mit einem Netzwerk von Friedensinitiativen in und um Marburg.
    Stadteilinitiativen: Oberstadt, Weidenhausen, Cappel, Wehrda, Ortenberg, Südviertel, Ockershausen, Richtsberg, Gladenbach, Lohra; Christliche Friedensiitiative, berufsbezogene Friedensiitiativen Psychologen, Ärzte,Juristen, Wissenschaftler, Naturwissenschaftler). Es setzte die Friedensbewegung der 50er Jahre (Remilitarisierung, Kampf dem Atomtod), der 60er Jahre (Ostermarschbewegung), und der 70er Jahre (Komitee für Frieden, Demokratie, Abrüstung und Zusammenarbeit) fort. 1985 erklärte sich der Kreistag Marburg-Biedenkopf und die Stadtverordnetenversammlung zur ABC-Freien Zone.

    Bei Beginn des Golf-Krieges 1990 half das Marburger Forum, den Widerstand gegen das Weltmachtstreben der USA und der wiedererstanden Großmacht Deutschland zu organisieren. Seit Beginn des Krieges gegen die Republik Jugoslawien im März 1999 arbeitet das "Marburger Forum" in der Friedensintiative "Nein Zum Krieg" als Bündnispartner mit. Außerdem unterstützt es seit Jahren den "Arbeitskreis Marburger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für Frieden und Abrüstung" und das "Zentrum für Konfliktforschung an der Philipps-Universität Marburg".

V.i.S.d.P.: Fördergemeinschaft Friedensarbeit Marburger Forum e.V.